Völlig übermüdet und sichtlich gezeichnet von den Strapazen hat der Essener Extremsportler Holger Röthig das „Race Across America“ vorzeitig beenden müssen. Nach mehr als 2500 Meilen und mehr als zehn Tagen im Sattel stieg der 40-jährige Langstrecken-Radrennfahrer vom Rad.
Zwei Nächte vor dem Ausstieg war die Welt des Holger Röthig noch in Ordnung, aber der fortwährende Schlafentzug zwang den Rüttenscheider schließlich dazu, das härteste Rennen der Welt quer durch die Vereinigten Staaten vorzeitig abzubrechen. „Mir ist einfach die Zeit weggelaufen“, gab Röthig unumwunden zu. „Man muss eben auch nachts seine Kilometer fahren. Aber als mich die Schlafdämonen übermannt haben, waren leider mehr als 2 bis 3 km/h nicht mehr drin. Und das reichte dann am Ende eben nicht.“
Statt jedoch nach dem Ausstieg in ein Jammertal hinab zu steigen, rappelte sich Röthig, der für den TV Kettwig startet, sogleich wieder auf und gab sich kämpferisch. „Nun gut, wir haben ein paar Anfängerfehler gemacht. Aber 2012, wenn wir wieder an den Start gehen, machen wir die eben nicht mehr.“ Unterstützung bekommt er dann vom seinem kanadischen Freund und Konkurrenten Ian Fillinger. Sie hatten sich gemeinsam qualifiziert, aber Fillinger hatte aus gesundheitlichen Gründen bereits vor Holger Röthig aussteigen müssen. „Ian geht es wieder besser. Und 2012 ist auch er wieder mit dabei.“
Mit dem Auto in Annapolis angekommen, genehmigte sich die Crew gemeinsam zunächst ein paar Erfrischungen, aber dann wollte Röthig nur noch schlafen. Am morgigen Dienstag geht es bereits wieder zurück nach Deutschland.







